
Unter Applikationsvirtualisierung versteht man das lokale Ausführen von Desktop- oder Server-Anwendungen, ohne dass diese auf dem Endgerät installiert werden müssen. Für die virtualisierte Anwendung eine virtuelle Umgebung generiert, die alle Registry-Einträge, Dateien und Komponenten, die die Applikation benötigt, enthält. Der Vorteil: Diese virtuelle Umgebung wirkt dabei wie ein Puffer zwischen der Anwendung und dem Betriebssystem: Konflikte mit anderen Applikationen oder dem Betriebssystem werden vermieden.
Zwei Technologien koexistieren auf dem Markt: Server-seitige Applikationsvirtualisierung und Streaming (Client-seitige Applikationsvirtualisierung).
Hier werden die Anwendungen auf dem Server installiert und ausgeführt, so dass logische Ebene (Benutzeroberfläche) und physikalische Ebene (Anwendungsausführung) komplett getrennt laufen. Für diese ursprüngliche Form der Applikationsvirtualisierung muss eine permanente Netzwerkverbindung bestehen.
Mit Streaming werden Applikationen nach Bedarf auf das Endgerät übertragen und in einer isolierten Umgebung lokal ausgeführt. So können bereits gestreamte Anwendungen auch im Offline-Modus verwendet werden. Besteht eine Netzwerkverbindung werden die Anwendungen mit den zuvor auf dem Server erstellten Anwendungsprofilen verglichen und ggf. aktualisiert.
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